Berichte 1. NRBV Formationstanztagen 2003
Bericht des Formations-Beauftragten
Hannover/Hameln Eine super Stimmung, viel Trainingsschweiß und eine Menge Hausaufgaben über Tips und Kniffe für das
Formationstraining am Heimort war das Ergebnis der 1. NRBV Formtionstanztage in Hameln. Insgesamt 14 Formationen mit 216
Tänzer/Innen, 19 Trainer, 9 Betreuer sowie 3 Gasthörer folgten der Einladung des NRBV in die 12 angemieteten Sporthallen nach
Hameln, um bei den 15 bereitgestellten Formationstrainern ihr Trainingswunschwochenende zu genießen.
Vor diesem schweißtreibenden Wochenende begann bereits schon im Frühjahr 2002 die organisatorische Planung im Vorstand des
NRBV. Aufgrund der Erkenntnis, dass in Niedersachsen vermehrt Rock'n'Roll- und Boogie Woogie Mannschaften in Sportvereinen bestehen,
die nicht Mitglied im Landesverband sind, viele Breitensportformationen bereits an Wettbewerben teilnehmen, aber den Sprung auf die DRBV
Turniere nicht wagen sowie einige Formationen, die bereits im Besitz eines Startbuch waren bzw sind, auf die DRBV Turnier zurückzuholen
bzw. einen aktuellen Stand aus der Formationsszene zu geben, beruht das Konzept und Ziel der 1. NRBV Formationstanztage. Doch wie setzt
man dieses, ähnlich wie bei den legandären "Rocky Houres" für Einzelpaare in Münster, bei Formationen um ? So
wurde die "Wunschzeit für Formationen" in Leben gerufen. Ein Katalog von Formationstrainingsthemen wie Fortbewegungsmöglichkeiten/
Bilderwechsel, Raum/Bilder, formationsspezifische Tanzfiguren, Choreographie, Ein-/Ausmarsch, Formationsakrobatiken usw. wurde erstellt,
der auch neben den Praxisthemen einige Theoriesegmente wie Aufbau von Formationen, Bewertung, Musik und Ernährung, beinhaltete.
Diese Themen wurden im Herbst 2002 den zur Verfügung stehenden Dozenten geschickt, welche sich ihre Themen nach speziellen
Fähigkeiten und Kenntnisse zuordneten. Die niedersächsischen Formationen hatten dann die Qual der Wahl. Etliche
Telefongespräche und Mails waren erforderlich, um für jede Formation ihr optimales Trainingswunschwochenende herauszuarbeiten.
Die meisten Unstimmigkeiten gab es jedoch bei den Formationen selbst, weil diese sich bei diesem leistungsstarken Angebot nicht einigen
konnten.
Anfang Dezember hatten sich dann insgesamt 15 Formationen aus Niedersachsen angemeldet. Weitere 22 Formationen aus anderen
Bundesländern mussten leider aus organisatorischen Gründen vertröstet werden. Diese hatten jedoch noch die
Möglichkeit, als Gasthörer teilzunehmen.
Da mit so einer Anzahl von Formationen nicht gerechnet wurde, mussten sogar noch fünf weitere Trainer umgehend verpflichtet und
weitere Sporthallen angemietet werden. Das Losglück der Schülerformation aus Xanten bescherte noch kurz vor Weihnachten den
Trainingsgenuß der Tanztage, weil zwei Formationen sich kurzfristig wieder abmeldeten.
Neben der Regelung der Unterkunft und Verpflegung wurde das "Meisterstück" an Logistik erarbeitet, der Trainingsplan für 14
Formationen. Die Aufstellung des Trainingsplanes wäre gar nicht so schwer gewesen, wenn nicht vor Weihnachten ein Dozent abgesagt
hätte, Trainerwunschänderungen von den Formationen laufend gemeldet wurden und nicht eine Woche vor Beginn der Tanztage,
der Landkreis Hameln-Pyrmont uns sechs Sporthallen aus kostengründen verweigert hätte.
Jeglicher Organisationsstreß verflog wie im Fluge, als am Samstag morgen die ersten Formationen sowie Dozenten im Center der
Basbergschule eintrafen und ihre Trainingsunterlagen im Empfang nahmen. Aufgrund des engen Zeitplanes verschwanden die Formationen so
schnell wie sie gekommen sind, mit ihren Dozenten in ihre jeweilige Sporthalle. Richtig locker nahmen es die Formationen auf, dass zwei
Dozenten sich verspätet hatten. Das Hameln, "die Stadt der vielen Einbahnstraßen" auch genannt wird, merkten besonders die
Formationen von außerhalb, aber auch der Shuttledienst für die Dozenten.
Anhand des Zeit-, Trainings-, Hallen- und Trainerplanes mussten die Dozenten für ihre Trainingseinheiten in die jeweiligen Sporthallen
zu den Formationen gefahren werden. Dank der vielen ortskundigen Helfer vom RRC Rockin' Rats Hameln, gab es kaum Verzögerungen.
Die Formationen selber sahen sich jedoch nur zu den organisierten Mahlzeiten im Center der Basbergschule. Nach Aussagen der Formationen
hätten diese auch gerne einmal die anderen Formationen trainieren gesehen. Ein großer Informationsaustausch zwischen Dozenten,
Trainern und Tänzern herrschte dann am Abend, während die meisten Formationen, sichtlich erschöpft, ihr Nachtlager in der
Sporthalle einnahmen.
Für die meisten auswärtigen Formationen standen nach dem Frühstück am Sonntag nur noch zwei Trainingseinheiten
auf dem Programm, um dann den noch langen Heimweg anzutreten. Der Sonntag war Haupttrainingsanteil der heimischen Formationen, die
bisher mit der Organisation (Shuttledienst, Essenausgabe, Information) beschäftigt waren. An dieser Stelle möchte ich mich noch
einmal recht herzlich bei allen Helfern des RRC Rockin' Rats Hameln für ihre Einsatzbereitschaft und Spenden bedanken. Ebenfalls gilt
mein Dank im Namen des NRBV nochmals an alle Dozenten.
Rainer Breustedt
(NRBV Formationsbeauftragter)
Folgende Formationen nahmen an den Tanztagen teil:
| DRBV Startbuch: |
| Crazy Monsters | Osnabrücker Turnerbund | Master Class |
| Master Rats | RRC Rockin' Rats Hameln | Master Class |
| Teen Rats | RRC Rockin' Rats Hameln | Sch/Jun |
| Boogie Rats | RRC Rockin' Rats Hameln | BW Class |
| Ehemaliges Startbuch: |
| Rock'n'Roll Cats | RRC Wolfsburg | Quartett Class |
| Albatros | RRC Albatros Langenhagen | Quartett Class |
| König der Löwen | RRC High Fidelity Otterndorf | Quartett Class |
| Breitensportformationen: |
| Rockin' Roses | TuS Bramsche | Sch/Jun (9 Paare) |
| Otterndorf Kids | RRC High Fidelity Otterndorf | Sch/Jun (5 Paare) |
| Blues Rats | RRC Rockin' Rats Hameln | Sch/Jun (10 Paare) |
| RRC Lollipop | TSC Blau-Gold Röcke | Master Class (7 Paare) |
| Quibbles Xanten | TSA d. SV Marienbaum | Sch/Jun (5 Paare) |
| Breitensportformationen ohne Verbandszugehörigkeit: |
| Crazy Birds | MTV Fichte Winsen/Aller | Sch/Jun (9 Paare) |
| Rockin Rebels of Grease | RRC Hurrican Wathlingen | Sch/Jun (8 Paare) |
| Dozenten der Tanztage: |
| Antje Gerhardt | Moers | Johann Preuhs | Oberpframmern |
| Christina Heckert | Hameln | Frank Sandow | Königswusterhausen |
| Klara Rabb | Hameln | Björn Möller | Hannover |
| Daniela Hegemann | Hameln | Ralf Kolodinski | Wolfsburg |
| Michael Höhne | Wedemark | Kai Heinisch | Wolfsburg |
| Uwe Filla | Hameln | Oliver Klöver | Hannover |
| Jens Thöner | Hameln | Rüdiger Clajus-K. | Hameln |
| Rainer Breustedt | Hameln | | |
Zeitungsartikel zu den Formationastanztagen
Am letzten Wochenende im Januar fanden in Hameln erstmalig die Formationstage des Niedersächsischen Rock'n'Roll-
Verbands ( NRBV) statt. Der Formationsbeauftragte des NRBV , Rainer Breustedt , hat dieses Event für Rock'n' Roll und
Boogie- Formationen mit finanzieller Unterstützung des Verbands ins Leben gerufen und organisiert.
14!!! Formationen aus dem Schüler- , Breitensport- und Turniersportbereich (sogar Meisterformationen) folgten der Einladung
auf ein Trainingswochenende in Hameln. Auch die Rock'n'Roller des TSC Blau- Gold- Röcke ließen sich dieses Ereignis
nicht entgehen, und reisten mit 8 Paaren an.
Rainer hatte für das Training namhafte Trainer aus ganz Deutschland gewinnen können, viele Hallen angemietet, und in
nahezu allen Sporthallen der Stadt Hameln rockte es von Samstagmorgen um 9.30 Uhr bis Sonntagabend um 19.00 Uhr. Es wurden
Grundlagen ( Basic) trainiert, Akrobatiken neu erlernt und und bekannte verbessert, an Choreographien der Formationen gefeilt,
neue Tanzfiguren vermittelt, auch Ausdauertraining (Aerobic) und Hiphop standen auf dem Programm. Und es wurde getanzt,
getanzt, getanzt .....
Nach den Training am Samstag schafften es einige Tänzer unserer Truppe doch tatsächlich noch, die Abifete des
Adolfinum zu besuchen, der Rest schlief ermattet und ausgepowert vor dem Fernseher ein. Schlimm wurde es dann am Sonntag,
ein gemeiner Muskelkater hatte über Nacht alle Tänzer heimgesucht. Nachdem man sich aus dem Bett und wieder in
die Hallen "gequält " hatte, konnten die ersten Aufwärmübungen nur unter kollektivem Stöhnen ( und den
amüsierten Blicken der Trainer) gemeistert werden. Doch plötzlich ging es wieder ganz gut, bis zum Abend, alle fuhren
erschöpft, aber zufrieden und hochmotiviert nach Hause. Zu dem Zeitpunkt hatte noch niemand den Montagmorgen
einkalkuliert, da mußten sich dann einige von den lieben Mitmenschen nette Kommentare anhören:
- Hast du zu viele Western geguckt? Seit wann gehst du wie Django ?
- Na , die fünf Stufen wirst du doch wohl noch alleine schaffen. Und wir wollen heute noch oben ankommen!
Doch das alles würde von unseren Tänzern jeder!! nochmals gerne in Kauf nehmen, denn wir haben so viel mit nach
Hause genommen! Eines steht für uns fest: Das Wochenende war absolut klasse , und wir wünschen uns , dass dieses
nicht die letzten Formationstanztage waren. Aber das geht natürlich alles nur , wenn sich Leute kümmern, sich die Zeit
nehmen, die Arbeit machen , so etwas zu organisieren.
Deshalb unser Dank nochmals an Rainer, Rüdiger und das Team der Rockin' Rats Hameln. Nicht zu vergessen die Trainer,
die sich mit uns solche Mühe gegeben haben.
Also, Danke von den Lollipops! (Conni Grannemann)
Bericht über das Trainingslager in Hameln
Morgens um Sieben Uhr soll die Welt nach einer alten Volksweisheit ja noch in Ordnung sein, doch wie sieht es um 5. 45 Uhr aus?
Zumindest sahen bei dieser unchristlichen Uhrzeit noch alle Gesichter unser jugendlichen Tänzer recht verschlafen aus der
Wäsche, als wir die Kinderformation des TSV Otterndorf auf die Fahrzeuge verteilten. Gleiches galt übrigens auch
für die anwesenden Erwachsenen, die nicht sehr viel munterer wirkten.Trotzdem ging die Fahrt fast pünktlich los. Gerade
für die Kids war es das erste Mal, das es in ein Rock’n’Roll Trainingslager mit Übernachtung ging. Viele waren aufgeregt,
was sie wohl in der Rattenfängerstadt erwartete.
Als erstes erwartete uns eine Stadt voller Einbahnstraßen, in denen wir uns mehr als einmal hilflos verfuhren. Dank einer
funktionierenden Hotline und flinken Lotsen (vielen Dank an Rüdiger und Co.) fanden wir dann doch jedes Mal, wenn auch mit
zeitlichen Verspätungen, die jeweilige Halle.
Die Kinderformation hatte gleich das Glück auf wirklich erfahrene Trainer zu treffen. So bemerkten sie schnell, was für
ein Potential für sie bereit stand. Trainer aus dem gesamten Bundesgebiet brachten die Otterndorfer Kids auf den richtigen
Kurs.
Auch die Erwachsenen hatten aufgrund des hervorragenden Kursangebotes alle Sahnestücken bekommen, von denen sie
geträumt hatten. So wurden nicht nur Akrobatiken angeboten. Das Spektrum reichte von grauen Theoriekursen, die die
Dozenten mit viel Praxisbezug mit bunten Farbklecksen anreicherten, bis zu ausgefeiten Tanzkombinationen, die selbst
eingefleischten Akrobatikfans zeigten, wie viel Spaß der reine Rock’n’Roll Tanz doch bringen kann.
Der Einzige, der mir persönlich ein wenig leid tat, war der Organisator Rainer Breustedt, der wie eine hektische Hummel
herumflog, um jedes noch so kleine organisatorische Loch zu stopfen, dass bei Großveranstaltungen dieser Art beim ersten
Mal einfach nicht zu vermeiden sind. Ob es nun verspätete Frühstücksbrötchen waren oder ein veralteter
Hallenbelegungsplan, der noch irgendwo herumschwirrte und Verwirrung stiftete. Rainer regelte das schon...!
Kurzum, eine Veranstaltung, die einfach auf einen Nenner zu bringen ist.
Bitte mehr davon, es war wirklich gut!
Bodo Kroll
Neuer „Kick“ nach den Formationstanztagen in Hameln - Kritik aus der Sicht der Hurricans Wathlingen
Die vielen verschiedenen Trainer haben uns, der Formation „Rocking Rebels of Grease“ aus Wathlingen, am 25. und 26. Januar in
Hameln viele neue abwechslungsreiche Trainingsideen gegeben und sie teilweise auch direkt an den Formationstanztagen umgesetzt.
Und das mit großem Erfolg: Die Kinder hatten größtenteils ihren Spaß und man sah dann auch die Ergebnisse
beim nächsten Training hier in Wathlingen. Was uns vor allem beeindruckt hat, war die fast einwandfreie Organisation in
Hameln: Während wir schon fleißig trainierten, konnte unsere Betreuerin noch alles Nötige am Center klären,
die Essensausgaben gingen zügig vonstatten, die Trainer kamen meistens pünktlich, bei Verletzungen wurde schnell Hilfe
geholt - fast alles perfekt (nur teilweise wurde es hektisch, denn es war nicht einfach, die Kinder in nur einer Stunde von einer Halle
zum Center und wieder zurück zu transportieren)!!!
Dafür, das der Preis für das Training sehr niedrig war, waren die Kosten für die eher mittelmäßigen
Mahlzeiten manchmal etwas überteuert, was aber sicherlich nicht Schuld der Organisation, sondern des Partyservices war.
Dadurch, das sehr wenige Tänzer und Tänzerinnen in der Halle beim Center übernachtet haben, erreichte die
Stimmung am Abend dann nicht gerade ihren Höhepunkt, und über Nacht wurde es dann doch ziemlich kalt in der Halle...
Insgesamt kann man aber ganz eindeutig sagen, dass das Wochenende sehr gelungen war und seinen Zweck voll und ganz
erfüllt hat: Wir haben in kurzer Zeit genau das gelernt, was für uns am wichtigsten war, und der organisatorische und
finanzielle Aufwand hielt sich trotzdem in Grenzen! Wir danken allen Organisatoren für ihre Mühe und freuen uns schon
riesig auf die nächsten Formationstanztage.....!!!
Jana Hartmann
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